Presse­berichte 1. Mann­schaft

TVL I • 3. Bundes­liga Süd • April 2018

Rang sieben als kleiner Trost

Tisch­tennis – 3. Bundes­liga Süd: TV Leisel­heim geht zum Saison­finale beim Tabellen­dritten SV Schott Jena (2:6) und Meister NSU Neckarsulm (2:6) leer aus

TV Leiselheim – Abteilung Tischtennis

Leiselheimer Lichtblick in den zwei Partien zum Saisonfinale bei SV Schott Jena und NSU Neckarsulm: Medardas Stankevicius gewann beim Tabellendritten und beim Meister der 3. Bundesliga Süd seine Einzel jeweils deutlich. An den beiden klaren 2:6-Pleiten des TV Leiselheim änderte dies freilich nichts

Auf diese Duplizität der Ereignisse hätten Peter Dietrich und Christian Kaufhold gerne verzichten können. Der Tischtennis-Abteilungsleiter und der Trainer des Drittligisten TV Leiselheim dürfen sich nach der Saison 2017/2018 in der 3. Bundesliga Süd auf eine Wiederholung des Resultats aus der ersten Spielzeit in der dritthöchsten Spielklasse Deutschlands „freuen“. Rang sieben heißt es für die Tischtennis-Cracks des TV Leiselheim nach dem letzten Doppelspieltag der Saison 2017/2018 und zwei klaren 2:6-Pleiten beim Tabellendritten SV Schott Jena und beim souveränen Meister NSU Neckarsulm.

„Wir hatten uns schon ein wenig mehr vorgestellt“, räumte Leiselheims langjähriger Trainer Christian Kaufhold nicht ohne eine gewisse Enttäuschung im Unterton der Stimme ein. Kleiner Trost für die Männer vom LeiselheimerTrappenberg: Vom ersten Abstiegsrang, auf dem Aufsteiger DJK SpVggEffeltrichlandete, war man am Ende einer sehr wechselhaften Spielzeit drei Punkte und damit schon ein gutes Stück entfernt. Wieso es nicht mehr wurde für die junge Leiselheimer Truppe im zweiten Jahr in der Dritten Liga, dafür hatte Leiselheims Tischtennis-Chef Peter Dietrich eine plausible Erklärung parat: „Die Jungs mussten erst Erfahrung sammeln und gerieten dadurch gegen Ende der Spielzeit auch mental in ein Formtief.“

Ein Formtief, aus dem Kaufholds Truppe nach den beiden deutlichen Heimpleiten gegen DJK SpVggEffeltrich (2:6) und gegen Post SV Mühlhausen II (1:6) an fremden Tischen nicht herausfand. In Jena und Neckarsulm konnte einzig der 18-jährige Teenager Medardas Stankevicius seine höchst positive Entwicklung der vergangenen Wochen mit je einem glatten Sieg bestätigen. Bei Topspieler Nico Stehle schmerzt seit vielen Wochen der Rücken. Vladimir Anca, mit 19 Jahren der zweite Teenager in Reihen des TVL, spielt zwar im vorderen Paarkreuz häufig gut mit, geht teilweise klar in Führung, um dann – wie auch bei der Fünfsatz-Niederlage nach einer 2:0-Satzführung gegen den Slowaken Pavol Mego in Jena – noch zu verlieren. „Bei Vladi ist das ein Kopfproblem“, weiß sein Trainer Christian Kaufhold.

In Jena und Neckarsulm konnten die Leiselheimer diese „Kopfprobleme“ nicht abstellen, dafür war überdies die Klasse der Gegner zu hoch. „In Neckarsulm beim neuen Meister hatten wir rein gar nichts zu bestellen“, erkannte Peter Dietrich die Überlegenheit des Aufsteigers in die 2. Bundesliga neidlos an. Alle sechs Siege zum 6:2-Erfolg holten sich die Gastgeber glatt in drei Sätzen. Anders sah das am Abend zuvor in Jena aus. SushmitSriram und Vladimr Anca verloren ihre Einzel nach großem Kampf jeweils 9:11 im finalen Durchgang. „Kommen diese beiden Spiele, holen wir dort einen Punkt“, mutmaßte Christian Kaufhold. Sie kamen nicht – und die junge Truppe des TV Leiselheim muss sich eben mit dem siebten Rang im Abschlusstableau der 3. Bundesliga Süd 2017/2018 begnügen.

SV Schott Jena vs. TV Leiselheim  6:2 Spiele / 20:11 Sätze

Punkte TVL: Nico Stehle / Vladimir Anca, Medardas Stankevicius

NSU Neckarsulm vs. TV Leiselheim  6:2 Spiele / 21:6 Sätze

Punkte TVL: Sushmit Sriram, Medardas Stankevicius