Presse­berichte 2. Mann­schaft

TVL II • Oberliga Südwest • November 2017

„Doppel­schlag“ am dritten Doppel­spieltag

Tisch­tennis – Ober­liga Südwest: TV Leisel­heim II schiebt sich mit 9:1-Kanter­sieg beim Schluss­licht TTC Zug­brücke Grenzau II und 9:6-Heim­sieg über TV Nassau auf Rang zwei vor

TV Leiselheim – Abteilung Tischtennis

Viktor Yanev ist mit einer prima 8:3-Einzelbilanz nach sechs Spieltagen der Saison 2017/2018 einer der Garanten für den Erfolg des TV Leiselheim II in der Oberliga Südwest. Am dritten Doppelspieltag blieb der 20-jährige bulgarische Angriffsspieler des TVL in allen seinen drei Einzeln in Grenzau und gegen Nassau ungeschlagen.

Der Optimismus von Leiselheims Kapitän Dr. Alexander Krießbach vor den beiden Spielen am dritten Doppelspieltag in der Oberliga Südwest des TV Leiselheim II beim Tabellenletzten TTC Zugbrücke Grenzau II und zu Hause gegen den Tabellenzweiten TV Nassau war berechtigt. „Wir können beide Teams bezwingen und maximale vier Punkte holen“, hatte der 49-jährige Abwehrstratege prognostiziert. Die Männer vom LeiselheimerTrappenberg ließen den Worten ihres Teamchefs Taten folgen. Sie schnappten sich zunächst zwei Auswärtszähler mit einem locker heraus gespielten 9:1-Kantersieg im Westerwald bei der Reserve des Tischtennis-Bundesligisten TTC Zugbrücke Grenzau und bezwangen tags darauf an heimischen Tischen auch noch das Spitzenteam TV Nassau aus dem Rhein-Lahn-Kreis in einem Tischtennis-Krimi mit 9:6.

„In Grenzau konnten wir uns optimal auf die schwierige Partie gegen Nassau vorbereiten“, nahmen Dr. Alexander Krießbach und Co. aus der Begegnung beim designierten Absteiger nicht nur die zwei fest eingeplanten Punkte mit auf den Heimweg, sondern auch viel Selbstvertrauen für das Duell mit dem Vizemeister des Vorjahres. „TV Nassau war der erwartet harte Brocken“, konstatierte Dr. Alexander Krießbach nach dem über vier Stunden andauernden Ringen um den Sieg. Entscheidend war dabei das, was die Leiselheimer„Zweite“ am Abend zuvor schon in Grenzau anbot: eine homogene Leistung auf allen sechs Positionen im Kader. Von Stephan Kaiser über Viktor Yanev, Dr. Alexander Krießbach, Janis Oberle bis hin zu den beiden Ersatzspielern Edwin Pleyer und Peter Antony überzeugte jeder im Dress des TVL.

Und dieser Teamspirit übertrug sich auch auf das Match mit dem TV Nassau, ein Topteam der Oberliga Südwest. „Basis für den Erfolg war unser ausgezeichneter Start in die Begegnung“, musste Dr. Alexander Krießbach nicht lange rätseln, wieso seine Mannschaft am Ende einer spannenden Partie mit 9:6 die Nase vorne hatte. Die drei Leiselheimer Doppel spielten sogleich furios auf und brachten ihr Team mit 3:0 in Front. Da konnten selbst die beiden überragenden Spitzenspieler der Gäste, nämlich der ehemalige sechsfache deutsche Einzelmeister Georg Zsolt-Böhm und der frühere tschechische Ausnahmespieler Michal Vavra „nur“ noch Ergebniskosmetik betreiben.

Leiselheim II blieb in der Folge im mittleren Paarkreuz durch Viktor Yanev (zwei klare Einzelsiege) und einmal Dr. Alexander Krießbach, sowie im hinteren Paarkreuz durch zwei Einzelerfolge des bärenstark agierenden Janis Oberle und einen Zähler von Christian Kaufhold am Drücker. „Am Ende haben wir uns den knappen Sieg und den zweiten Tabellenrang mit einer geschlossenen Leistung der kompletten Mannschaft redlich verdient“, resümierte Dr. Alexander Krießbach sichtlich zufrieden nach der anstrengenden Partie gegen den TV Naussau.

TTC Zugbrücke Grenzau II vs. TV Leiselheim II  1:9

Punkte TVL II: Stephan Kaiser / Peter Antony, Dr. Alexander Krießbach / Janis Oberle, Stephan Kaiser (2), Viktor Yanev, Dr. Alexander Krießbach, Janis Oberle, Edwin Pleyer, Peter Antony

TV Leiselheim II vs. TV Nassau  9:6

Punkte TVL II: Raphael Graf / Stephan Kaiser, Viktor Yanev / Christian Kaufhold, Dr. Alexander Krießbach / Janis Oberle, Viktor Yanev (2), Dr. Alexander Krießbach, Christian Kaufhold, Janis Oberle (2)

TVL II • Oberliga Südwest • November 2017

Angriff auf die Oberliga-Spitze

Tisch­tennis – Ober­liga Südwest: TV Leiselheim II reist Samstag­abend zunächst zum Schluss­licht TTC Zugbrücke Grenzau II und empfängt Sonntag­mittag (13 Uhr) den Tabellen­zweiten TV Nassau

TV Leiselheim – Abteilung Tischtennis

Mit Power-Tischtennis zum Erfolg: Stephan Kaiser steht seit Jahr und Tag für spektakuläre Ballwechsel und die härtesten Schläge weit über den Leiselheimer Trappenberg hinaus.

Auf zur Attacke. Wenn Tischtennis-Oberligist TV Leiselheim II am Samstagabend (19 Uhr) beim TTC Zugbrücke Grenzau II und keine 24 Stunden später am heimischen Trappenberg gegen den TV Nassau in seinen dritten Doppel-Spieltag der Saison 2017/2018 startet, dann steht – geht es nach TVL-Kapitän Dr. Alexander Krießbach – der unmittelbare Angriff auf die Spitzenteams der fünfthöchsten deutschen Spielklasse bevor. „Ich denke, wir sind in der Lage beide Mannschaften zu bezwingen“, sprüht der 49-jährige Abwehrstratege des TVL nur so vor Optimismus. Gelingt der Truppe um Alexander Krießbach der erwartete Erfolg beim Schlusslicht und anschließend auch ein Heimsieg gegen TV Nassau, den Vizemeister der Saison 2016/2017, welchen die Leiselheimer letzte Spielzeit zweimal bezwangen, dann könnten aus derzeit 6:2 Punkten durchaus 10:2 Punkte werden – und der Sprung unter die Topteams der Oberliga glücken.

Bis es soweit ist, steht den Wormsern allerdings einiger Reisestress und aller Voraussicht nach speziell am Sonntagmittag ab 13 Uhr auch ein sehr spannendes Spiel ins Haus am heimischen Trappenberg. „In Grenzau gehen wir als klarer Favorit ins Rennen“, prognostiziert Krießbach. Allerdings: Unterschätzen sollten die Wormser den Tabellenletzten keinesfalls, kann der doch auf die Dienste des bislang in der Oberliga ungeschlagenen Bundesliga-Ersatzmanns Jörg Schlichter bauen.

Deutlich schwieriger dürfte für die wohl in Bestbesetzung an den Start gehenden Wormser die Aufgabe gegen TV Nassau werden. Immerhin stehen im Spitzen-Paarkreuz der Truppe aus dem Rhein-Lahn-Kreis kein Geringerer als derehemalige sechsfache deutsche Einzelmeister Georg Szolt-Böhm (55 Jahre) und der ehemalige tschechische Ausnahme-Spieler Michal Vavra (44 Jahre). „Auch hinter dem starken vorderen Paarkreuz ist Nassau ausgezeichnet besetzt“, weiß Alexander Krießbach. Allerdings: „Die Mannschaft liegt uns, gegen Nassau haben wir uns immer prima geschlagen.“ Ungeachtet dessen, wer schließlich als Sieger die Tischtennis-Boxen verlässt, steht doch eines felsenfest: Es wird ein tolles und spannendes Tischtennisspiel am Sonntagmittag in der Leiselheimer Sporthalle über die Bühne gehen.

TTC Zugbrücke Grenzau II vs. TV Leiselheim II am Samstag, 11. November 2017, 19 Uhr
TV Leiselheim II vs. TV Nassau am Sonntag, 12. November 2017, 13 Uhr

Der Eintritt ist frei!

TVL II • Oberliga Südwest • Oktober 2017

Ohne zwei zu zwei Zählern

Tisch­tennis – Ober­liga Südwest: TV Leisel­heim II unter­liegt am zweiten Doppel­spieltag zunächst TV Limbach 4:9 und bezwingt Auf­steiger DJK Heus­weiler mit 9:7

TV Leiselheim – Abteilung Tischtennis

Janis „The Maximiser“ Oberle avancierte mit optimaler Ausbeute aus zwei Einzeln und zwei Doppeln an der Seite von Dr. Alexander Krießbachim Oberliga-Spiel des TV Leiselheim II gegen DJK Heusweiler aus dem Saarlandunter den Augen der Schwester und der Eltern zum Matchwinner für die TVL-Zweite.

4:9 gegen den TV Limbach. 9:7 gegen Aufsteiger DJK Heusweiler. So lauten die nackten Zahlen in der Bilanz des zweiten Spiel-Wochenendes des TV Leiselheim II in der Tischtennis-Oberliga Südwest. Zwei Ergebnisse, die kurz und knapp dokumentieren, dass die Drittliga-Reserve des TV Leiselheim nach einem furiosen Start in die Saison Anfang September mit zwei Heimsiegen über VfR Simmern (9:7) und den starken Aufsteiger TG Wallertheim (9:4) in den beiden Begegnungen mit den Klubs aus dem Saarland erneut etwas auf dem Habenkonto bewegen konnte.

Was Leiselheims Spielführer Dr. Alexander Krießbach vor, während und nach den beiden Spielen gegen Limbach und Heusweiler bewegte, lässt sich nicht so leicht in vier nackte Zahlen pressen. Seit weit über einem Jahrzehnt plant und bestreitet der promovierte Physiker nun bereits Tischtennis-Matches von der Verbandsliga bis hinauf zur 2. Bundesliga beim Klub seines Tischtennis-Herzens, dem TV Leiselheim. Läuft’s schlecht, drückt das auch beim inzwischen 49-Jährigen aufs Gemüt. Läuft’s gut, strahlt er mit einem verschmitzten Lächeln übers ganze Gesicht. Aber egal, wie auch immer es sportlich läuft, ist er doch immer mit ganzem Herzen und vollem Einsatz bei der Sache.

Dass Alexander Krießbach deshalb vor den beiden Spielen seiner Oberliga-Truppe gegen Limbach und Heusweiler häufiger davon sprach, dass „die beiden Spiele ganz, ganz schwer werden würden“, wundert kaum. Der Grund für die Skepsis beim Leiselheimer Abwehrass lag auf der Hand, fehlten ihm doch berufsbedingt Raphael Graf und Stephan Kaiser im Kader. „Wenn dir das komplette vordere Paarkreuz ausfällt, ist es fast unmöglich, in der Oberliga zu punkten“, weiß er nur zu genau. Was da trotzdem hilft? „Kämpfen bis zum Umfallen!“

Genau das tat die Truppe um Kapitän Dr. Alexander Krießbach auch. Gut, gegen die in der Oberliga und lange auch in der Regionalliga erfahrenen Spieler des TV Limbach war bei der 4:9-Niederlage kein Kraut gewachsen. Dennoch präsentierte sich speziell der Teamchef mit einem tollen Sieg über den weit höher eingestuften Christoph Wagner und einer ganz knappen Niederlage gegen Christian Schleppi, den Limbacher Spitzenspieler, voll auf der Höhe.

Und dort setzten die Wormser mit ihrer Rumpftruppe auch gegen den Aufsteiger DJK Heusweiler an. Zwar lag das selbst für Tischtennis-Fachmann Dr. Alexander Krießbach unbeschriebene Blatt aus dem Saarland schnell 3:1 in Front, was aber keinen Grund für die Gastgeber darstellte, die Flinte ins Korn zu werfen. „Wir kamen buchstäblich über den Kampf ins Spiel“, konstatierte der Kapitän. Krießbach und die im mittleren Paarkreuz ganz stark aufspielenden Christian Kaufhold und Janis Oberle drehten den Spieß zum 4:3 um. Hin und her ging es in der umkämpften Partie. Wieder hatte Heusweiler mit 6:5 die Nase vorne, ehe erneut Leiselheims brillant agierender Bundesliga-Coach Christian Kaufhold, der 25-jährige Janis Oberle und Ersatzmann Edwin Pleyer den Gastgebern eine 8:7-Führung vor dem Abschlussdoppel bescherten. Apropos Janis Oberle: Mit dem vierten Zähler in diesem Spiel an der Seite des Kapitäns sorgte der Mörstädter für ein Happyend bei der TVL-Zweiten nebst zwei weiteren Punkten auf dem Habenkonto – auch wenn die schmerzlich vermissten Raphael Graf und Stephan Kaiser fehlten.

TV Leiselheim II vs. TV Limbach  4:9

Punkte TVL II: Thomas Peter / Roman Beyer, Dr. Alexander Krießbach, Christian Kaufhold, Thomas Peter

TV Leiselheim II vs. DJK Heusweiler  9:7

Punkte TVL II: Dr. Alexander Krießbach / Janis Oberle (2), Viktor Yanev, Alexander Krießbach, Christian Kaufhold (2), Janis Oberle (2), Edwin Pleyer

TVL II • Oberliga Südwest • Oktober 2017

„Zweiter“ Saison­start steht an

Tisch­tennis – Ober­liga Südwest: TV Leisel­heim II empfängt Samstag­abend mit dem TV Limbach und Sonntag­morgen mit DJK Heus­weiler zwei Klubs aus dem Saar­land

TV Leiselheim – Abteilung Tischtennis

Seine Routine ist in den beiden Spielen des TV Leiselheim II am Wochenende gegen die Saarland-Klubs TV Limbach und DJK Heusweiler gefragt: Christian Kaufhold, der 38-jährige Trainer der Leiselheimer Drittliga-Truppe, geht mit dem Tischtennisschläger nach wie vorsehr geschickt um

Die Saarländer kommen. Nicht erst seitdem der 1. FC Saarbrücken die Deutsche Tischtennis-Bundesliga aufmischt, ist bekannt: Im kleinsten deutschen Flächenland im Südwesten der Bundesrepublik wird ein prima Tischtennis gespielt. Dafür stehen auch seit Jahr und Tag die Tischtennisspieler des TV Limbach. „Selbst wenn wir in der Tabelle momentan weit vor Limbach stehen, so sind wir doch Außenseiter in diesem Spiel“, weiß Leiselheims routinierter Spielführer Dr. Alexander Krießbach den Konkurrenten aus etlichen Duellen beider Klubs in der Regionalliga zu schätzen. Zudem drängt die 3:9-Pleite der Leiselheimer „Zweiten“ letztes Spieljahr, in dem aber auch ein glückliches 8:8-Remis errungen werden konnte, den TV Leiselheim II nicht gerade in die Favoritenrolle.

Abgerundet werden „die Saarland-Tage“ für die Drittliga-Reserve des TV Leiselheim nach dem Spiel Samstagabend (18 Uhr) gegen TV Limbach am Sonntagmorgen (11 Uhr) mit einer Debüt-Partie gegen DJK Heusweiler. Der Aufsteiger aus dem Saarland ist für die Truppe um Dr. Alexander Krießbach ein völlig unbeschriebenes Blatt. „Da fällt eine realistische Einschätzung durchaus schwer“, sagt der TVL-Kapitän. Zumal die beiden Spiele am Wochenende für die Wormser so etwas wie einen zweiten Saisonstart darstellen, liegen doch zwischen dem ersten Spiel-Wochenende Anfang September mit zwei Heimsiegen über den VfR Simmern (9:7) und den starken rheinhessischen Aufsteiger TG Wallertheim (9:4) und den beiden Partien gegen die Saarländer immerhin sieben Wochen Pause. „Ganz klar, uns fehlt die Spielpraxis, was die Angelegenheit richtig schwer macht“, redet Dr. Alexander Krießbach Klartext. „Deshalb“, fügt der Abwehrstratege mit einem tiefen Schnaufer an, „wäre ich schon mit zwei Punkten aus beiden Begegnungen hoch zufrieden.“

TV Leiselheim II vs. TV Limbach am Samstag, 21. Oktober 2017, 18 Uhr
TV Leiselheim II vs. DJK Heusweiler am Sonntag, 22. Oktober 2017, 11 Uhr

Der Eintritt ist frei!

TVL II • Oberliga Südwest • September 2017

Ein Handtuch, zwei Entdeckungen, vier Zähler

Tischtennis – Oberliga Südwest: TV Leiselheim II siegt 9:7 gegen VfR Simmern und 9:4 gegen TG Wallertheim / Tabellenführung der Tischtennis-Oberliga Südwest als verdienter Lohn

TV Leiselheim – Abteilung Tischtennis

Keine Star-Allüren, sondern pure Bescheidenheit: Viktor Yanev, die wieselflinke 20-jährige Nummer drei im Kader des Tischtennis-Oberligisten TV Leiselheim II, blieb auch nach seinem vierten Sieg im vierten Einzel am Wochenende gegen starke Spieler des VfR Simmern und der TG Wallertheim geerdet. „Ja, das habe ich ganz gut gemacht“, lautete die einzige kurze selbstbestätigende Erklärung angesichts seiner famosen Leistung.

Dass etwas schwer ist, ist ein Grund mehr, es zu tun.

Was Dr. Alexander Krießbach sich so vor dem ersten Doppelspieltag der Saison 2017/2018 in der Tischtennis-Oberliga Südwest dachte, das rührte sein Team des TV Leiselheim II nachher umso weniger. „Schaut man auf die Aufstellung des VfR Simmern und die der TG Wallertheim, so werden wir wohl leer ausgehen“, befürchtete der langjährige Teamchef am Leiselheimer Trappenberg eine Nullnummer für seine Truppe. Angesichts des 9:7-Heimsieges über Simmern und eines klaren 9:4-Erfolges im rheinhessischen Lokalderby über den Oberliga-Aufsteiger TG Wallertheim gilt dann wohl: Weit vorbei ist auch daneben.

Bei der Aufarbeitung der zwei höchst überraschenden Erfolge wurde schnell klar: Der TV Leiselheim II ist sofort zu Saisonbeginn da – auch wenn mit Spielertrainer Christian Kaufhold eine Stütze des Teams fehlte. Die handelnden Personen strahlen Zuversicht aus, die mitunter in der Vorbereitung auf die Spielzeit ob der mächtig aufgestellten Konkurrenz verloren schien. Denn Alexander Krießbach sah „eine ganz neue Dynamik im Kader“, welche ihn für die Zukunft hoffnungsfroh stimmt. Das Resultat dieser Zuversicht konnte sich sehen lassen: Die Drittliga-Reserve der Wormser Tischtennisspieler grüßt Anfang September von der Tabellenspitze.

Das hat auch ein wenig mit einem Handtuch und zwei Entdeckungen der neuen Saison zu tun.

„Raphael Graf, Stephan Kaiser, Alexander Krießbach und Janis Oberle kann man nachts um vier wecken, dann holen die schon die nötigen Punkte für uns“, mochte Leiselheims Tischtennis-Chef Peter Dietrich an die Zuverlässigkeit der vier zumeist über ein Jahrzehnt am Trappenberg aktiven Tischtennisasse erinnern. Dass das kongeniale Duo Raphael Graf und Stephan Kaiser im Doppel kaum aus den Angeln zu heben ist, weiß in Rheinhessen jeder, der einmal den Schläger in der Hand hielt. Aber ein zweites Top-Duo im Kader, das fehlte doch lange Jahre. Team-Oldie Alexander Krießbach (49) und der halb so alte aus Mörstadt stammende Janis Oberle schlüpften gegen Simmern und Wallertheim in diese Rolle. Ohne einen Satzverlust räumten die beiden Abwehrstrategen ihre höher gehandelten Gegenüber aus dem Weg. Da konnte selbst Nicolas Flügel, der nach Wallertheim gewechselte vier Jahre in Leiselheim aktive spielstarke Youngster, nur fassungslos staunen.

Krießbach / Oberle waren die erste Entdeckung des Wochenendes. Noch nachhaltiger aber blieb der Auftritt von Viktor Yanev hängen. Schon letzte Saison hatte der stets adrett und höflich auftretende wieselflinke Angreifer das Publikum am Leiselheimer Trappenberg auf seiner Seite. Markenzeichen des 20 Jahre jungen Bulgaren: Ein immer perfekt zweifach zusammen gelegtes Handtuch, das er vor einem Satz mittig in der Handtuchbox platziert „Was er in seinen vier Einzeln gegen Simmern und Wallertheim an genialer Spielfreude und Technik präsentierte, war allererste Sahne“, schnalzte Alexander Krießbach anerkennend mit der Zunge. Als stabilisierendes Element gab Viktor Yanev überdies den glänzend aufgelegten Ersatzspielern Dietrich Köpp, der den knapp 200 QTTR-Punkte höher eingestuften Lucas Senscheid nach brillanten Spiel bezwang, und Edwin Pleyer, der dem sympathischen Italiener Orazio Amaru in der Partie gegen Wallertheim keine Chance ließ, den nötigen Rückhalt.

Ein Rückhalt, der nach dem klasse heraus gespielten 9:7-Erfolg über das junge Team des VfR Simmern in der tollen Vorstellung gegen die TG Wallertheim gipfelte. Gut, die Gäste aus dem Kreis Alzey mussten auf ihren Topspieler Benjamin Bator verzichten. Aber ob das ähnlich aufgeräumt wie Yanev’s Handtuch auftretende Team der Leiselheimer Zweiten durch Bator zu stoppen gewesen wäre, sei dahin gestellt. So jedenfalls endete die Erfolgsserie der Gäste, die erstmals nach über drei Jahren eine Pleite hinnehmen mussten, jäh – und die fiel mit 9:4 ziemlich deutlich aus, zumal Janis Oberle auch sein zweites Einzel schon gewonnen hatte, ehe Alexander Krießbach den Sack zum klaren Sieg zumachte. Da konnte der Teamchef zufrieden feststellen: „Tabelle is nur hinne blöd, vorne geht’s.“

TV Leiselheim II vs. VfR Simmern  9:7

Punkte TVL II: Raphael Graf / Stephan Kaiser (2), Alexander Krießbach / Janis Oberle, Raphael Graf, Stephan Kaiser, Viktor Yanev (2), Alexander Krießbach, Dietrich Köpp

TV Leiselheim II vs. TG Wallertheim  9:4

Punkte TVL II: Raphael Graf / Stephan Kaiser, Alexander Krießbach / Janis Oberle, Raphael Graf, Stephan Kaiser, Viktor Yanev (2), Alexander Krießbach, Janis Oberle, Edwin Pleyer

TVL II • Oberliga Südwest • August 2017

Der Relegation entrinnen

Tischtennis – Oberliga Südwest: Saisoneröffnung mit zwei Krachern gegen VfR Simmern (Samstag) und beim rheinhessischen Derby gegen TG Wallertheim (Sonntag)

TV Leiselheim – Abteilung Tischtennis

Dr. Alexander Krießbach gehört mit 49 Jahren noch längst nicht zum „alten Eisen“. Der Kapitän des Tischtennis-Oberligisten TV Leiselheim II will sein Team in der Saison 2017/2018 mit all seiner Routine zum Klassenerhalt in einer stark besetzten Oberliga Südwest führen.

Raphael brettert, Stephan wettert, Alex bleibt dran.

So könnte das Motto für den Wormser Tischtennis-Oberligisten TV Leiselheim II in der Saison 2017/2018 lauten. Und „dran bleiben“ müssen die Männer vom Leiselheimer Trappenberg auch, wenn sie nach dem Aufstieg in die Oberliga Südwest im April 2016 die zweite Spielzeit in der fünfthöchsten deutschen Spielklasse erneut erfolgreich gestalten wollen. Viermal Rheinland, dreimal Rheinhessen, zweimal Saarland und einmal Pfalz: Das ist die bunt gemischte Zusammensetzung einer sehr starken Spielklasse. „Für uns geht es in erster Linie darum, den siebten oder einen besseren Rang zu erreichen, um der Relegation zu entrinnen“, gibt Dr. Alexander Krießbach seiner Truppe deshalb als primäres Saisonziel vor.

Wie schwer es werden könnte, dieses Saisonziel zu erreichen, zeigte sich bereits letzte Spielzeit. 19:17 Punkte holte die Truppe um Kapitän Alexander Krießbach. Das konnte sich sehen lassen – reichte aber geradeso, um im Zehnertableau nicht auf Relegationsplatz acht zu landen. „2017/2018 wird es ebenfalls kein Kinderspiel“, weiß Alexander Krießbach nur zu genau. Mit dem Regionalliga-Absteiger TTC Zugbrücke Grenzau II und dem rheinländischen Aufsteiger DJK Heusweiler seien zwar zwei nicht ganz so stark aufgestellte Teams dabei, die aller Voraussicht nach auf den Abstiegsrängen landen sollten. Aber der Rest der Oberliga Südwest? „Stark, stark, stark und nochmal stark“, blickt Alexander Krießbach tief durchschnaufend auf den Kader der anderen Kontrahenten. „Da müssen wir schon an unsere Leistungsgrenzen heran, um regelmäßig zu punkten“, macht Alexander Krießbach kaum einen Schwachpunkt unter den sieben weiteren Konkurrenten aus.

Das gilt speziell auch für die Spiele gegen die beiden Mannschaften VfR Simmern aus dem Hunsrück und die nur ein paar Kilometer im Kreis Alzey aufschlagende TG Wallertheim. Mit den beiden Teams hat es der neue Kader der Leiselheimer „Zweiten“ zum Start in die Saison beim Doppel-Heimspieltag am Samstag, den 02. September (18 Uhr gegen VfR Simmern) und Sonntag, den 03. September (11 Uhr gegen TG Wallertheim) zu tun. Neu ist der TVL-Kader insofern, als die Abgänge der Nummer eins Kamil Matejka zum VfR Simmern und von Youngster Nicolas Flügel zur TG Wallertheim durch gleich drei „Neue“ gut kompensiert wurden. Raphael Graf aus dem Leiselheimer Drittliga-Team und Janis Oberle aus der eigenen Verbandsliga-Truppe des TVL verstärken das Team von Alexander Krießbach, Stephan Kaiser, Viktor Yanev und TVL-Bundesliga-Coach Christian Kaufhold. Hinzu kommt auf Position drei mit Robin Campbell der Spitzenspieler vom Oberliga-Absteiger TTF Frankenthal.

Nicht aber allein weil Robin Campbell wegen eines Auslandsaufenthaltes wohl erst ab der Rückrunde zur Verfügung steht, blickt Alexander Krießbach mit einem flauen Gefühl auf die beiden Partien gegen Simmern und Wallertheim voraus: „Das sind direkte Konkurrenten im Abstiegskampf, die allerdings völlig unterschiedlich aufgestellt sind.“ Bei den Hunsrückern sei es laut Krießbach „die mannschaftliche Geschlossenheit“, die beeindrucke. Im rheinhessischen Lokalderby versus TG Wallertheim hingegen erwartet die Leiselheimer Tischtennis-Fans mit den beiden ehemaligen Zweitliga-Assen Benjamin Bator und Jonas Christmann „Großes“ im vorderen Paarkreuz. Und dann ist da ja auch noch das Wiedersehen mit den zwei Ex-Leiselheimern Kamil Matejka und Nicolas Flügel. „Insgesamt müssen wir uns sehr strecken, um nicht leer auszugehen“, erwartet der Leiselheimer Kapitän „zwei ganz harte Duelle (hoffentlich) auf Augenhöhe“. Fest steht jedenfalls beim Saisonstart der Leiselheimer „Zweiten“ Anfang September: Es wird sofort sportlich super spannend und höchst interessant und emotional zugehen am Leiselheimer Trappenberg.

Das Team TV Leiselheim II

Nr. 1: Raphael Graf (28 Jahre, QTTR-Wert = 2123)
Nr. 2: Stephan Kaiser (27, 2091)
Nr. 3: Robin Campbell (26, 2034)
Nr. 4: Viktor Yanev (20, 2023)
Nr. 5: Dr. Alexander Krießbach (49, 1983)
Nr. 6: Christian Kaufhold (38, 1907)
Nr. 7: Janis Oberle (25, 1880)

Der Auftakt in die Saison 2017/2018

TV Leiselheim II vs. VfR Simmern
Samstag, 02. September 2017, 18 Uhr
TV Leiselheim II vs. TG Wallertheim
Sonntag, 03. September 2017, 11 Uhr

Der Eintritt ist frei!