Presse­berich­te Ab­teilung

Abteilung • April 2020

Schockstarre. Saisonende. Saisonfazit.

Tisch­tennis-Bundes­ligist TV Leisel­heim zieht Saison­bilanz in der ob Corona auch welt­weiten Krise des Sports

TV Leiselheim – Abteilung Tischtennis

Das hat der 58-jährige Tischtennis-Funktionär Peter Dietrich in seiner fast vier Jahrzehnte andauernden Zeit als Tischtennis-Sportler des TV Leiselheimnoch nicht erlebt: Die Saison 2019/2020 endet Mitte März 2020 vorzeitig – eine alternativlose Entscheidung des Deutschen Tischtennis-Bundes DTTB ob der weltweiten Corona-Pandemie (Archivfoto TV Leiselheim).

„Sport ist die schönste Nebensache der Welt“, so heißt es. Wie sehr der Sport wirklich „Nebensache“ ist, wurde in den vergangenen Tagen, Wochen und Monaten unzweideutig untermauert. Ein winziger Krankheitserreger hat die Welt in Angst und eine globale Schockstarre versetzt. Bereits weit über 100.000 Menschen fielen dem Corona Virus zum Opfer. Die Gesundheitssysteme aller Länder der Erde sind bis an und über die Grenzen hinaus beansprucht. Die Weltwirtschaft steht vor einer Rezession unfassbaren Ausmaßes. Da kann und darf es nicht verwundern, dass auch der Sport in der Welt stillsteht. Olympia 2020, das größte Sportfest der Welt, ist wie nahezu alle anderen großen und kleinen Sportevents 2020 abgesagt. Völlig alternativlos beendete auch der Deutsche Tischtennisbund DTTB Mitte März die Saison 2019/2020 in der olympischen Sportart Tischtennis.

Eingefrorene März-Tabellen sind Abschlusstabellen

„Eine Entscheidung, die völlig verständlich und absolut richtig ist“, findet Peter Dietrich, der langjährige Tischtennis-Chef des TV Leiselheim. Auch auf dem LeiselheimerTrappenberg fliegt seit einem Monat kein Ball mehr durch die Sporthalle. Alles ist eingefroren, Schockstarre allenthalben. Dennoch bleibt am Trappenbergnun trotz Corona-Pandemie Zeit dafür, einen sportlichen Rückblick auf die Spielzeit zu wagen, die mit den Tabellen Mitte der Rückrunde dieser Spielzeit abgeschlossen wurde. „Auf das Erreichen unserer sportlichen Ziele hat die Corona-Pandemie keinen wirklichen Einfluss genommen“, stellt Peter Dietrich in der Analyse der Spielzeit nüchtern fest.

Bundesliga-Truppe steigt in 3. Bundesliga Süd ab

Schließlich stand der sportliche Abstieg der ersten Herrenmannschaft aus der 2. Bundesliga bereits vor dem Shutdown des Tischtennis-Sports fest. Das sportliche Aushängeschild des TV Leiselheimlandete in einer äußerst unglücklich verlaufenen Spielzeit, in der das junge Team um den erfahrenen Trainer Christian Kaufhold zwar häufig an einem Sieg schnupperte, diesen aber stets aus der Hand gab, mit 2:26 Punkten auf dem letzten Tabellenrang. Die sofortige Rückkehr des Aufsteigers in die 3. Bundesliga Süd zur Saison 2020/2021 ist die Folge. „Es war meist knapp, hat aber dann doch nicht ganz gereicht“, nimmt Coach Christian Kaufhold den Abstieg betont sportlich hin.

TVL-Zweite sicher, Dritte bangt

Besser lief es da schon für die sechs anderen Herrenteams des TVL, „obwohl wir wegen personeller Schwächungen und zahlreichen Verletzungen eine durchaus schwierige Saison erlebten“, zieht Peter Dietrich größtenteils Positives aus dem Abschneiden seiner Herrenmannschaften. So konnte die TVL-Zweite als Tabellensechster trotz des Einsatzes von insgesamt 18 Ersatzspielern einen ordentlichen Platz im Mittelfeld der Verbandsliga Rheinhessen ergattern.„Wir wussten früh, dass wir nur mit einer Rumpf-Mannschaft antreten werden. Wir konnten nicht aufsteigen und durften nicht absteigen. Ziel erreicht!“, resümiert Dr. Alexander Krießbach, der routinierte Kapitän der TVL-Zweiten, der zudem als bester Einzelakteur in die Verbandsliga-Annalen einer denkwürdigen Spielzeit 2019/2020 eingeht. Die dritte Leiselheimer Garnitur schaffte als klarer Abstiegskandidat der Bezirksoberliga Rheinhessen Süd drei Siege – und ließ somit als Tabellenvorletzter immerhin SG Offenheim/Erbes-Büdesheim hinter sich. Legt man die Erfahrungen der letzten Jahre zugrunde, könnte Rang neun in der Abschlusstabelle noch zum Klassenerhalt reichen. Kapitän Thomas Peter und sein Team dürfen also schon noch bangen, ob es mit dem Klassenerhalt nach Abschluss der Meldungen für die kommende Spielzeit geradeso reichte.

Alle anderen TVL-Teams bleiben in ihren Ligen

Sicher gereicht hat es hingegen für die TVL-Vierte. Als Tabellenfünfter der Bezirksliga Rheinhessen Süd schloss die Mannschaft um Kapitän Jürgen Jaap („Eine wechselhafte Saison mit sportlichen Höhen und Tiefen, am Ende aber steht der ungefährdete Klassenerhalt.“) ab. Den Klassenverbleib strebten auch die Herrenteams fünf bis sieben des TVL an. Während die Leiselheimer Fünfte durch den frühen Rückzug des TV Mörstadt lange vor Weihnachten das Saisonziel auf Rang acht der Kreisliga Worms erreicht hatte, musste die Truppe um Teamchef Volker Becker in der Kreisklasse A Worms bis zum letzten Moment zittern. Mit einem einzigen Spiel Vorsprung vor SV Rheingold Hamm III rettete sich die Leiselheimer „Sechste“ schließlich als Tabellenzehnter um Nasenlänge über die Ziellinie. Wenig Frösteln hingegen beim TV Leiselheim VII in der Kreisklasse C2 Worms. Das von Harald Unselt angeführte Team sicherte sich souverän den Klassenerhalt auf Rang neun mit Anschluss zum Mittelfeld der Tabelle.

Abteilung • Februar 2020

Kleiner Ball, große Gaudi

Fußball-Ober­ligist VfR Wormatia Worms „testet“ Tisch­tennis am Trappen­berg

TV Leiselheim – Abteilung Tischtennis

Nicht allein Trainer Kristjan Glibo (Mitte) macht die Trainingseinheit der „ganz besonderen Art“ beim Tischtennis-Turnier am Leiselheimer Trappenberg richtig Spaß. Fast das gesamte Wormatia-Team inklusive Betreuer jagen der kleinen weißen Plastikkugel mit viel Herzblut und unverkennbarem Ballgefühl nach.

Die Vorbereitung beim Fußball-Oberligisten VfRWormatia Worms auf den Start in die Restrunde der Saison 2019/2020 mit dem Fußball-Kracher bei SV Eintracht Trier Ende Februar läuft auf Hochtouren. Ein Hallenfußball-Turnier, ein Spinning-Kurs im INJOY Fitness-Studio Worms, sieben Testspiele, der gemeinsame Besuch des US-amerikanischen Actionfilms „Bad Boys 3“ und etliche anstrengende Trainingseinheiten schweißen das junge Oberliga-Team um Trainer KristjanGlibo, Co-Trainer Maximilian Mehring, Torwart-Trainer Christian Adam, Team-Manager Ibrahim Kurt und den Sportlichen Leiter Norbert Hess gerade zu einer verschworenen Einheit zusammen. Da darf man sich auch gerne einmal etwas entspannen. Dazu ging’s hinauf auf den höchsten Tischtennis-Berg Rheinhessens – den LeiselheimerTrappenberg. Tischtennis-Turnier war Anfang der Woche angesagt, große Gaudi, jede Menge Spaß, ein gemeinsames Abendessen und die Muskeln lockernde Massage inbegriffen.

Wormaten sind mit Hand und Fuß bei der Sache

Hand und Fuß im wahrsten Sinne des Wortes hatte das, was insgesamt 31 Wormaten am Trappenberg an den sechs Tischen ablieferten. „Ein perfekter Abend und eine Mordsgaudi“, bekannte ein sichtbar lockerer Norbert Hess. Wobei: Ein wenig sportlicher Ehrgeiz war beim 53-jährigen Wormser Fußball-Kenner wie auch bei allen VfR-Kickern im Spiel. „Manch einer macht richtig fiese Aufschläge“, beschwerte sich Norbert Hess mit einem Lächeln. Und zwischendurch gab’s eben auch jene Jubelszenen, die man in der EWR-Arena nur ein paar Kilometer entfernt vom LeiselheimerTrappenbergso gerne sieht. Stürmer Jan Dahlke etwa reckte mehrfach die Faust nach oben und begleitete einen satt geschmetterten Ball mit einem lauten „Yeaaaah!“.

Fan-Chöre für Ahmet Ayaloglu und Kristjan Glibo

Das emotionalste Spiel des Abends fand freilich nicht im technisch guten Finale zwischen Maximilian Mehring und Christian Adam statt, das der Torwart-Trainer des VfR nach spannendem Verlauf gewann. Ahmet Ayaloglu und KristjanGlibo hatten die Halle fest in ihrem Bann. Hin und her ging es im rasanten Viertelfinale. Mitunter tauchte Mittelfeld-Spieler Ahmet tief ab, während der Coach es aus der Halbdistanz versuchte. Die Mehrzahl der Fans hatte Ahmet in der Hinterhand. Das half dann auch beim Einzug ins Halbfinale. „Ich hätte schon gern gewonnen“, gestand der Coach nachher ein. Aber das Wichtigste: „Das Turnier mit den kleinen Tischtennis-Bällen hat allen so viel Spaß bereitet.“ Spaß, den die jungen Kicker des VfRWormatia Worms gerne auch wieder auf dem Rasen zeigen können, wenn es bald um Punkte in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar geht.

Die Sieger des WormatiaTischtennis-Turniers 2020:

1. Christian Adam (Torwart-Trainer)
2. Maximilian Mehring (Co-Trainer)
3. Ahmet Ayaloglu und Eric Lickert (beide Mittelfeld-Spieler)

Stürmer Jan Dahlke gewann die Trostrunde im „kleinen Finale“ gegen Kazuki Kamikawa.